Gegenwehr im Jetzt von ASAL DARDAN/LENA GORELIK/DIETMAR SÜSS
Mit Gegenwehr im Jetzt gehen die Autor:innen der Frage nach, wie wir über die Vergangenheit reden müssten, um unsere Zukunft zu retten.

Alle sind sich einig, wenn Slogans wie „nie wieder“ skandiert werden. Doch was darunter verstanden wird, ist längst nicht so einheitlich. Klar ist: Ganz offensichtlich versagt die deutsche Gesellschaft auf ganzer Linie, wenn es darum geht, die Bedrohung von rechts aufzuhalten. Ausgehend von der Frage nach der deutschen Erinnerungskultur erörtern die Autorinnen Asal Dardan und Lena Gorelik und der Historiker Dietmar Süß, wie wir tatsächlich über die Vergangenheit reden müssten, um unsere Zukunft zu retten.
Die Bilanz ist ernüchternd: Im Gespräch miteinander und mit der Journalistin Shelly Kupferberg sowie in drei persönlichen Essays wird deutlich, dass zum Handeln nur noch wenig Zeit bleibt. Doch die differenzierten Gedanken der drei Autor:innen machen Hoffnung – und ihr Wille, sich gegenseitig zuzuhören und durchaus auch zu widersprechen, zeigt ganz praktisch, wie eine gesunde Debatte aussieht.
Wer sich für „Gegenwehr im Jetzt“ von Asal Dardan/Lena Gorelik/Dietmar Süss interessiert, sollte auch unsere Kritik zu „Wer hat euch erlaubt, Frauen so zu hassen?“ von Kristina Lunz und Düzen Tekkal lesen
Literatur


Weißer Sommer

Hell over Wacken

MARIO PETUZZI über die Suche nach Bedeutung in seinem sprachgewaltigen Debütroman Winterschlaf
Eine Mutter erwacht aus ihrem Winterschlaf – doch worum genau es in dem Debütroman von Mario Petuzzi geht, bleibt unklar. Es ist die sinnlich-kryptische Bedeutungssuche, die seinen Reiz ausmacht.
